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Berufliche Qualifizierung und Teilhabe am Arbeitsleben

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Berufliche Qualifizierung und die persönliche Weiterentwicklung durch Arbeit geben dem Leben Dynamik und Perspektive. Im Zusammenspiel ermöglichen sie ein selbstbestimmtes Leben und eine Weiterentwicklung persönlicher, sozialer und fachlicher Fähigkeiten.

Berufliche Qualifizierung ist Voraussetzung für eine weitgehende Teilhabe am Arbeitsleben, die jedem Menschen wiederum Würde, Sicherheit und Bestätigung gibt und seinen Alltag strukturiert.

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Kooperation der Berufsbildenden Schulen Meppen (BBS) und des Meppener Lohnbetriebes (MLB)

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Seit Jahren kooperiert der MLB als ein Teil der Vitus Werkstatt eng mit den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Meppen und bietet den Teilnehmern des MLB`s Unterricht in den Räumlichkeiten der Schule an. „Die Teilnehmer erhalten Unterricht in den Gewerken Holz und Metall sowie Hauswirtschaft. Zudem werden ihnen allgemeinbildende Themen vermittelt“, erklärt Guido Hindriks, Gruppenleiter im Holzbereich des Meppener Lohnbetriebes.

In der Werkstatt befinden sich Teilnehmer, die aufgrund ihrer Erkrankung nach Erfüllung ihrer Schulpflicht ohne Ausbildung in der Werkstatt aufgenommen werden. Ein nicht unerheblicher Teil der Menschen blickt jedoch auf eine langjährige Ausbildung und Berufserfahrung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zurück. Dadurch, dass der Unterricht durch die Berufsschule offen und teilnehmerorientiert gestaltet ist, fällt es den Teilnehmer leichter, sich darauf einzulassen.

Ein Teilnehmer berichtet: „Hier haben wir die Möglichkeit, altes Schulwissen z.B. in den Fächern Mathematik, Politik und Deutsch aufzufrischen“ und ergänzt: „Lernen ohne Klassenarbeiten und ohne Zeugnisse und damit ohne Leistungsdruck ist eine ganz neue Erfahrung.“ Ein weiterer Pluspunkt des Unterrichts in der BBS Meppen: Kontakte zwischen Schülern der Berufsschule und Teilnehmern aus dem Berufsbildungsbereich der Werkstatt entstehen, Vorbehalte werden abgebaut und gewachsene Strukturen im Sinne der Inklusion verändert.

Wichtig für die Teilnehmer aus dem MLB sind praktische Erfahrungen anstelle von Frontalunterricht. Durch unterschiedliche praktische Projekte lassen sich bei Menschen mit psychischer Beeinträchtigung Motivation und Lernerfolg steigern.

Als sehr gelungenes Beispiel für das praktische Lernen und die Zusammenarbeit zwischen Schule und dem Meppener Lohnbetrieb beschreibt Stefan Bittner, Metallbaumeister und Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung im MLB, die Gestaltung eines besonderen Grills: „Der runde Grillrost wird von einem Kranich gehalten – beides gefertigt vom Metallbereich. Der Kranich ruht auf einem Betonsockel, dessen Schalungskonstruktion die Teilnehmer aus dem Gewerk Holz hergestellt haben.“

„Wir sind mit der gemeinsamen Arbeit noch lange nicht am Ende“, bestätigt Holger Urbanek, pädagogischer Bereichsleiter des Meppener Lohnbetriebes. „Wir möchten unseren Teilnehmern in Kooperation mit der BBS Meppen auch weiterhin praxisorientiert beruflich relevante Inhalte vermitteln. Der gemeinsame Einsatz steht ganz im Dienste der Menschen mit psychischer Erkrankung. Gepaart mit Kreativität wird es auch künftig ausbildungsähnliche und arbeitsmarktnahe Qualifizierungen geben.“ Auch Helmut Jansen, Abteilungsleiter für Metall- und Fahrzeugtechnik an den BBS Meppen betont, „dass beide Seiten in vielerlei Hinsicht von der Kooperation profitieren.“